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Adolf von Trotha war der jüngste von vier Söhnen. Als er zwei Jahre alt war fiel sein Vater Karl Heinrich von Trotha im 36. Lebensjahr am 30.10.1870 bei Le Bouget vor Paris, als Hauptmann und Kompaniechef im 4. Garde Grenadier Regiment Königin. Die Mutter Johanna Pauline, geb. von Gersdorf, war zu diesem Zeitpunkt 24 Jahre alt.Sie heiratete 1876 und 1886 erneut, nachdem ihr zweiter Ehemann 1879 nach einjähriger Ehe verstorben war. Adolf
besuchte in Berlin das Askonische und später das Königliche
Wilhelmsgymnasium. Mit Primarreife verließ er das Gymnasium und
bereitete sich auf den Eintritt in die Kaiserliche Marine vor. Am
16.4.1886 erfolgte die Einstellung in die Marine. Es folgten harte
Ausbildungsjahre auf dem Segelschulschiff Niobe und der vollgetakelten
Fregatte SMS Moltke. Die Ausbildungsfahrten führten in den Atlantik und
in das Mittelmeer.
Adolf Lebrecht von Trotha (* 1. März 1868 in Koblenz; † 11. Oktober 1940 in Berlin) war ein deutscher Marineoffizier, zuletzt Admiral und Chef der Admiralität sowie Domherr und Dechant des Domkapitels für das Domstift Brandenburg. Trotha trat am 1. April 1886 als Seekadett in die Kaiserliche Marine ein und wurde 1891 zum Leutnant zur See ernannt. Er diente als Kommandant des Torpedoboots D3 und als Navigationsoffizier auf dem Kleinen Kreuzer SMS Seeadler. 1899 zum Kapitänleutnant befördert, diente er bis 1901 als Admiralstabsoffizier beim Ostasiengeschwader und nahm an der Niederschlagung des Boxeraufstands in China teil. Von 1901 bis 1906 war Trotha Stabsoffizier im Reichsmarineamt unter Großadmiral Alfred von Tirpitz. In dieser Verwendung wurde er 1904 zum Korvettenkapitän befördert. Von 1906 bis 1908 war er Erster Offizier auf dem Linienschiff SMS Elsass und anschließend bis 1909 beim Stabe der Hochseeflotte. 1909 zum Fregattenkapitän befördert wurde er zum Flügeladjutanten des Kaisers ernannt und übernahm im gleichen Jahr das Kommando des Kreuzers SMS Königsberg. Ab 7. Mai 1910 war er als Kapitän zur See Abteilungschef im Marinekabinett und ab 20. September 1913 Kommandant des Großlinienschiffs SMS Kaiser. Am 29. Januar 1916 zum Chef des Stabes der Hochseeflotte ernannt, nahm er in dieser Funktion an der Skagerrakschlacht teil. Am 17. Dezember 1916 wurde er zum Konteradmiral befördert, Admiral à la suite des Kaisers und ab 1918 Chef des Personalamts im Reichsmarineamt. Kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs wurde von Trotha Chef des Marinekabinetts und am 26. März 1919 Chef der neuen Admiralität der Reichsmarine, die an die Stelle des Reichsmarineamts getreten war. Am 21. Oktober 1919 wurde Trotha zum Vizeadmiral ernannt. Beim Kapp-Putsch im März 1920 erklärte Trotha, dass die Marine der Regierung der Putschisten zur Verfügung stehe. Mit dieser Entscheidung begründete er anhaltende Zweifel an der Verfassungstreue der Reichsmarine während der gesamten Zeit der Weimarer Republik. Nach der Niederschlagung des Putschs wurde er deshalb am 5. Oktober 1920 verabschiedet, nachdem ein Verfahren gegen ihn vor dem Reichsgericht eingestellt worden war. Spätere Aktivitäten [Bearbeiten]Nach Eintritt in den Ruhestand hielt sich Trotha zunächst mehrere Monate bei Kaiser Wilhelm II. in dessen Exil in Haus Doorn in den Niederlanden auf. 1921 übernahm er die Leitung des deutschnationalen Jugendbundes (später: Großdeutscher Bund, der 1933 aufgelöst wurde) und wurde Ehrenführer der Marine-Hitlerjugend. Am Tage der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wurde er in den Preußischen Staatsrat berufen. Am 23. März 1934 übernahm er die Leitung des Reichsbundes deutscher Seegeltung. In dieser Eigenschaft publizierte er kurz vor seinem Tod das Werk Seegeltung-Weltgeltung. Gemeinsam mit Hitler weihte er am 30. Mai 1936, dem Tag vor dem 20. Jahrestag der Skagerrakschlacht, das Marine-Ehrenmal Laboe ein. Am 19. August 1939 erhielt er den Charakter als Admiral verliehen. Anlässlich seines Todes fand ein Staatsakt in Anwesenheit von Adolf Hitler am Ehrenmal in Berlin statt.[1]. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof der evangelischen Kirchengemeinde von Glienicke/Nordbahn.
Adolf von Trotha (March 1, 1868, Koblenz – October 11, 1940) was a German admiral in the Kaiserliche Marine from Koblenz, Rhenish Prussia. Trotha was the third son of Karl von Trotha (1834-1870), who fell in the Franco-Prussian War, when his son was only two years old. Trotha married Anna von Veltheim (15 January 1877 - 8 August 1964) on 4 June 1902, the daughter of Fritz von Veltheim and Elizabeth von Krosigk. Trotha entered the imperial navy in 1886 as an officer candidate and was promoted to Leutnant zur See in 1891. He served as a commander of the torpedo boat D3 and as a Navigations officer on the small cruiser SMS Seeadler.
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